
Warum wir unsere Badezimmerheizungen einem „Feuchtigkeitsinferno“ aussetzen Badezimmer sind im Grunde genommen Folterkammern für Elektronikgeräte. Es gibt dort dichten Dampf, gelegentliche Wasserspritzer – und die Temperatur kann innerhalb von Minuten von eisig kalt auf extrem heiß steigen. Wenn auf unseren Infrarotheizern „IP44“ steht, handelt es sich dabei nicht um irgendeinen zufälligen Industriekode. Das bedeutet, dass das Gerät so konstruiert ist, dass es alles abwehrt, was größer als 1 mm ist. Zudem kann es Wasserspritzer aus jeder Richtung absorbieren, ohne Schaden zu nehmen. Aber hier liegt das Problem: Eine Dichtung, die am Anfang noch funktioniert, könnte nach 300 Tagen bereits versagen. Wasserdampf ist äußerst trickreich – er findet die kleinsten Spalten und dringt mit der Zeit ein. Wenn dieser Feuchtigkeit auf eine glühend heiße Spule trifft, entsteht ein thermischer Schock. Noch schlimmer: Wenn die Dichtung versagt, dringt Wasser in das Gehäuse ein – dann entsteht ein Kurzschluss oder die Kontakte rosten vor. Wir möchten nicht einfach raten. Deshalb unterziehen wir jede Charge unseren „Feuchtigkeitstests“. Im Grunde setzen wir die Heizungen in eine Klimakammer, die die schlimmstmöglichen Bedingungen in einem Badezimmer nachbildet – hohe Temperaturen, extreme Feuchtigkeit und wiederkehrende Belastungen. Wir versuchen, die Geräte kaputtzumachen. Wir achten darauf, ob die Dichtungen schrumpfen oder das Gehäuse verformt wird. Falls die Isolierung nachlässt oder Feuchtigkeit eindringt, landet die ganze Charge im Müll. Es gibt jedoch ein Problem bei der Wasserdichtigkeit: Um Wasser fernzuhalten, müssen wir den Luftstrom durch das Gehäuse begrenzen. Das führt zu einem Paradoxon: Das Gerät ist zwar vor dem Dampf draußen geschützt, doch im Inneren wird es unglaublich heiß. Um zu verhindern, dass die Heizung selbst zerstört wird, verwenden wir Hochtemperaturkabel sowie Kunststoffe, die der Hitze standhalten können, ohne zu schmelzen oder zu verbrennen. Wir machen uns all diese Mühen, weil ein Versagen in einem Badezimmer nicht nur lästig ist – es stellt auch eine Sicherheitsgefahr dar. Wir wollen keine Heizungen, die nur einen einmaligen Test bestehen – wir wollen solche, die wirklich langlebig sind.